Prüft für jeden Namen gleichzeitig die Domains, den Eintrag im Schweizer
Handelsregister, die Marken beim IGE und wer den Namen im Netz schon benutzt — direkt bei
den Registern, ohne Umweg über einen Verkäufer, der dir nebenbei etwas andrehen will.
Zeile anklicken zeigt die Fundstellen: die ersten Web-Treffer, gefundene Apps
und Software-Projekte. · frei* heisst: über das Namenssystem geprüft, weil das
Register keine Browser-Abfrage erlaubt — sehr wahrscheinlich frei, aber nicht amtlich
bestätigt. unklar öffnet die Abfrage beim Register.
Wie das geprüft wird — und wo die Grenzen liegen
Domains
Harte Auskunft bei .ch, .swiss und allen weltweiten
Endungen: direkt beim Register über RDAP, dem Nachfolger von Whois. Ein Treffer heisst
vergeben, kein Treffer heisst frei.
Weiche Auskunft bei .de und .at: die beiden Register
lassen keine Browser-Abfrage zu. Geprüft wird deshalb über das Namenssystem — existiert
ein Eintrag, ist die Domain sicher vergeben. Fehlt er, ist sie mit hoher Wahrscheinlichkeit
frei, aber nicht bewiesen: eine Domain kann vergeben sein, ohne benutzt zu werden.
Vergeben, aber tot heisst: die Domain gehört jemandem, es läuft aber weder eine
Seite noch Mail darauf. Solche Domains sind oft rückkaufbar.
Firmenname
Abgefragt wird Zefix, das amtliche Verzeichnis aller Schweizer Handelsregister —
nur aktive Firmen.
Rot gibt es nur, wenn eine Firma exakt gleich heisst (also «Name GmbH» oder
«Name AG»). Das ist der Fall, der eine Eintragung wirklich blockiert.
Gelb heisst: jemand führt das Wort als ersten Namensteil, etwa
«Name Treuhand AG». Eintragen lässt sich dein Name trotzdem, sofern er unterscheidbar
bleibt. Vor dem Notartermin lohnt die kostenlose Vorprüfung beim Eidgenössischen Amt
für das Handelsregister.
Wer den Namen sonst schon benutzt
Apps: durchsucht wird der Apple App Store und der Mac App Store über die
offizielle Suche. Gezählt wird nur, was genau so heisst — eine App namens
«Nexus Notes» blockiert den Namen «Nexus» nicht.
Software: GitHub und npm, ebenfalls nur auf genaue Namensgleichheit.
Ein gleichnamiges Programm ist kein rechtliches Hindernis, aber es kostet dich
die vorderen Plätze bei Google und stiftet Verwechslung.
Web: die ersten Treffer einer Suche nach dem blossen Namen. Rot umrandet
sind Treffer, deren Domain den Namen trägt — das sind die echten Platzhirsche.
Gesucht wird über DuckDuckGo, weil Google automatische Abfragen sperrt. Die
Rangfolge weicht ab, die Platzhirsche sind dieselben.
Wikipedia: sagt dir, ob das Wort schon eine feste Bedeutung hat.
Lieber echte Google-Treffer?
Mit einem eigenen Schlüssel für die
Google
Custom Search (100 Abfragen pro Tag gratis) nimmt die Seite Google statt DuckDuckGo.
Der Schlüssel bleibt in diesem Browser und wird nirgends hochgeladen.
Marken
Abgefragt wird Swissreg,
das Register des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum — Schweizer Marken
und internationale Marken mit Schutz in der Schweiz. Gelöschte Marken zählen nicht.
Rot gibt es, wenn eine aktive Marke genau so heisst und in einer
Klasse eingetragen ist, die unser Feld trifft: 35 (Werbung, Geschäftsführung),
41 (Ausbildung) oder 42 (IT-Dienstleistungen). Eine gleichnamige Marke für Schuhcreme
stört einen Beratungsnamen dagegen kaum — die steht als gelb da.
Die Suche ist eine Volltextsuche über das ganze Register. Gezeigt werden nur
Marken, deren Name passt — was im Firmennamen des Inhabers steht, bleibt aussen vor.
Das ersetzt keine Ähnlichkeitsrecherche: «Klarox» kann an einer Marke «Claroxx»
scheitern, und das findet nur ein Fachmann. Für den Vorentscheid reicht es.
Was hier nicht geprüft wird
Register in Deutschland und Österreich. Beide haben keine offene Schnittstelle.
Google Play. Der Laden hat keine offene Suche — ein Android-Name kann trotz
grüner Ampel besetzt sein.